< Zurück zur Startseite

Pressemitteilung vom 08. November 2019

Kategorien: Pressemitteilungen, Startseite

Versorgungslücke, überteuerte Preise, unpassendes Angebot - Der neue Laden in der Mensa am Campus

Am 6.11.2019 eröffnete der neue Nahversorger in der Mensa am Campus der Technischen Universität Chemnitz. Das unter dem Franchise „Spar Express“ laufende Geschäft ersetzt den ehemaligen Edeka-Laden, mit dessen Sortiment, Preisen und Öffnungszeiten die Studierenden stets zufrieden waren. Ihre Wünsche für den neuen Laden wurden von der Geschäftsführerin des Studentenwerks, Anja Schönherr, jedoch nicht im Ansatz umgesetzt.

„Die Preise und das Warenangebot im Spar Express sind alles andere als studierendenfreundlich“, kritisiert Margreet Kneita, Referentin für Hochschulpoltik. „Ich war selbst bei Vorabgesprächen anwesend und gerade günstige Preise waren eines der wichtigsten Kriterien.“ Das Studentenwerk hat die gesetzliche Aufgabe, für die Versorgung der Studierenden zu sorgen. Frau Schönherr versicherte immer wieder in alle Richtungen, man wolle eine Lösung finden, mit der alle leben können. Das gilt auch für die Zeit, in der auf Grund des Umbaus des Mensagebäudes die Ladenfläche des neuen Nahversorgers nicht genutzt werden kann. Die „Lösung für alle“ ist nun ein Spar Express im ersten Stock der Mensa. „Der Laden ist klein, die Auswahl entspricht nicht den Wünschen der Studierenden und die Preise sind auf Bahnhofskiosk-Niveau. Ich habe wiederholt im Verwaltungsrat des Studentenwerkes dargelegt, dass die Studierenden ein solches Preisniveau nicht tragen wollen und können“, macht Marius Hirschfeld, Mitglied des Student_innenrates, mit Nachdruck deutlich.

Noch im Juni hatte Frau Schönherr in einem Interview mit der Pressestelle der Universität[1] die Studierenden aufgefordert, ihre Wünsche und Anregungen zu äußern. Dabei ist völlig unklar, wie diese Anmerkungen im Vergabeverfahren berücksichtigt wurden. Eine transparente Kommunikation über die Pläne fand durch die Geschäftsführerin jedenfalls nicht statt: „Wir fragen uns mittlerweile wozu die Gespräche und Aufforderungen zur Beteiligung eigentlich gedacht waren, wenn sie doch kein Gehör gefunden haben“, ergänzt Kneita.

Es bleibt der fade Beigeschmack, dass der neue Betreiber des Nahversorgungsmarktes den Zuschlag bekommen hat, da er dem Studentenwerk das meiste Geld einbringt. Dass dies nur durch höhere Verkaufspreise erreicht werden kann, hätte auch der Geschäftsführerin bewusst sein müssen und lässt an ihrer Kompetenz für diesen Job ernsthafte Zweifel zurück.

[1] https://www.tu-chemnitz.de/tu/pressestelle/aktuell/9496

Für Rückfragen steht Ihnen Margreet Kneita unter 0176/70827109 sowie hopo@stura.tu-chemnitz.de gerne zur Verfügung.

Pressemitteilung als PDF