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Pressemitteilung vom 05. Oktober 2015

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Lehramtsstudent_innen ohne Professor_innen – Lehre wird nur notdürftig abgesichert

Im dritten Jahr des Bestehens der Grundschullehrer_innenausbildung an der TU Chemnitz beginnen ca. 100 Student_innen ihr Studium, ohne dass die zur Betreuung wichtigen Professuren im Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) besetzt sind. Auf die fünf Professuren ist nur ein_e einzige_r Professor_in ordentlich berufen. Die übrigen freien Stellen werden interimsmäßig vertreten. Auch bei den Juniorprofessor_innen ist eine Stelle unbesetzt.

„Die Betreuungssituation am ZLB ist seit Einführung des Studienganges Lehramt an Grundschulen mangelhaft. Die meisten Professuren werden äußerst unstet vertreten und das Lehrpersonal wechselt in der Regel semesterweise.“ beschreibt Tina Bauer, Referentin für Lehre und Studium des Student_innenrates (StuRa) der TU Chemnitz die Verhältnisse am ZLB.

Trotz der vollmundigen Versprechen der Staatsregierung, die Lehrer_innenausbildung in Sachsen langfristig auszubauen, ist die Finanzierung der dazu nötigen Personalstellen an der TU Chemnitz nur bis 2020 gesichert. Die Stellen für Professor_innen und Lehrpersonal können daher nur bis 2020 befristet ausgeschrieben werden.

„Durch den weiterhin geringen Finanzierungshorizont wird von der Staatsregierung eine schlechte Qualität der Lehramtsausbildung in Chemnitz billigend in Kauf genommen und sogar für die kommenden Jahre zementiert“, äußert Bernd Hahn, studentischer Senator an der TU Chemnitz, seine Unzufriedenheit mit der sächsischen Bildungspolitik.

Gerade für die Region Südwestsachsen ist die Lehrer_innenausbildung in Chemnitz wichtig. In einer repräsentativen Umfrage unter den Chemnitzer Lehramtsstudent_innen gaben ca. 80 % der Befragten an, aus der Region zu stammen. Bei der Frage nach dem präferierten zukünftigen Arbeitsort wünschen sich ca. 70% einen Arbeitsplatz in Südwestsachsen.

„Um den Lehrer_innenbedarf zukünftig decken zu können, ist der Freistaat auf junge Lehrer_innen von der TU Chemnitz angewiesen. Daher sollte der Freistaat endlich auch die Finanzierung der Lehrer_innenausbildung langfristig sichern und damit den Weg für die Besetzung der offenen Stellen frei machen.“ fordert Tina Bauer abschließend.

Für Rückfragen stehen Ihnen Tina Bauer, Referentin für Lehre und Studium des StuRa der TUC, (0157/30431693) sowie Bernd Hahn, studentischer Senator der TUC, (0174/6185254) gern zur Verfügung.

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