< Zurück zur Startseite

Pressemitteilung vom 19. August 2015

Kategorien: Pressemitteilungen, Startseite

Unterbringung der Asylsuchenden in der TU-Sporthalle

Unter folgendem Link kann die Pressemitteilung auch als PDF-Dokument abgerufen werden: Unterbringung der Asylsuchenden in der TU-Sporthalle

Am 18. August wurde von der sächsischen Staatsregierung kurzfristig die Verlegung der Asylsuchenden aus der zentralen Erstaufnahmeeinrichtung Chemnitz-Ebersdorf u.a. in die Sporthalle der TU Chemnitz am Thüringer Weg angeordnet. Grund sind die anhaltenden Regenfälle, die die notdürftig errichtete Zeltstadt der Erstaufnahmeeinrichtung für die Asylsuchenden unbewohnbar gemacht haben.

Der Student_innenrat der TU Chemnitz begrüßt die Entscheidung der Staatsregierung, die Asylsuchenden nicht länger den menschenunwürdigen Umständen der Zeltstadt auszusetzen. Dabei ist vor allem dem tatkräftigen Einsatz der Mitarbeiter_innen der Universität zu danken, die binnen weniger Stunden zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk die Sporthalle umgebaut und bis spät in die Nacht alle Vorbereitungen getroffen haben, um die Asylsuchenden hier willkommen zu heißen. Dazu Marius Hirschfeld, Referent für Hochschulpolitik: „Wir begrüßen die Asylsuchenden hier in der Sporthalle am Thüringer Weg und werden zusammen mit allen weiteren Akteur_innen unseren Teil dazu beitragen, ihre Lage so gut es geht zu verbessern. Dazu unterstützen wir das Deutsche Rote Kreuz bei der Sammlung von Sachspenden.“

Trotz der Verbesserung der Lage für die Asylsuchenden kritisiert der Student_innenrat die Lethargie des sächsischen Innenministeriums. So kam die Anweisung zur Nutzung der Turnhalle erst, nachdem bereits zwei Tage Dauerregen herrschte. „Der Wetterbericht war bekannt – umso unverständlicher ist die verzögerte Reaktion des Ministeriums“ sagt Sebastian Cedel, Referent für Öffentlichkeitsarbeit. Weiterhin wird die anhaltende Unterbringung in Massenunterkünften beanstandet. „Nach dem Gesetz stehen einem Asylsuchenden sechs Quadratmeter individuellen Wohnraums zur Verfügung. Daher fordern wir eine zeitnahe dezentrale Unterbringung der Bewohner_innen der Turnhalle, um ein Mindestmaß an Privatsphäre herzustellen.“, so Cedel abschließend.

Für Rückfragen stehen Ihnen Sebastian Cedel, Referent für Öffentlichkeitsarbeit (0173/6902856), und Marius Hirschfeld, Referent für Hochschulpolitik (0171/6261949), gern zur Verfügung.

Anhänge: