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Pressemitteilung vom 10. Juni 2020

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Keine Freiversuche an der TU Chemnitz - dennoch Erleichterung für die Studierenden im Corona-Semester

Der Senat der TU Chemnitz hat in seiner Sitzung am 09.06.2020 leider nicht den Mut gehabt, einen klaren Beschluss im Sinne der Studierenden zu fassen. Einem studentischer Antrag, nach dem Prüfungsversuche im Sommersemester auf Wunsch annuliert werden können, konnte sich das höchste Gremium der TU Chemnitz nicht anschließen. Dies ist nun nur dann auf Antrag möglich, wenn Lehr- oder Prüfungsform von den Vorgaben abweichen.

„Unser Ansicht nach, trifft dies auf nahezu alle Veranstaltungen, wie auch die Corona-Bedingten Prüfungen zu“, erläutert Marius Hirschfeld, studentischer Senator der TU Chemnitz. „Wir hoffen, dass auch die Verantwortlichen unserer Ansicht folgen.“ Im Sommersemester 2020 findet ein Großteil der Lehre digital statt, wenige Veranstaltungen werden, mit verspätetem Beginn, in Präsenz durchgeführt. Ein Großteil der Prüfungen soll nun ebenfalls digital stattfinden. „Die Prüfungsformate sind ungewohnt, die Bedingungen häufig nicht optimal und der psychische Druck immens. Eine Freiversuchsregelung ist der einzig richtige Weg, um die Sorgen der Studierenden hinsichtlich ihres Studiums abzumildern“, so Margreet Kneita, Referentin für Hochschulpolitik des Student_innenrates (StuRa).

Mit diesem Beschluss und der hoffentlich umfassenden Umsetzung, zeigt der Senat auch Verständnis für die besondere Lage der internationalen Student_innen. „Viele von ihnen befinden sich aktuell in ihren Heimatländern und haben Probleme bei der Wiedereinreise. Der Zeitunterschied von teilweise mehreren Stunden und Probleme bei der Beschaffung der nötigen technischen Voraussetzungen sind eine große Benachteiligung für das Absolvieren einer Prüfung“, fasst Verena Traubinger, Referentin für Internationale Studierende des StuRa, zusammen.

Schließlich profitieren auch die Lehrenden von einer solchen Pauschalregelung. Denn digitale Prüfungen sind im Studium so eigentlich gar nicht vorgesehen. So wird ein Prüfungsstau auf Grund rechtlicher Unsicherheiten und eine lähmende Auseinandersetzung der TU Chemnitz mit den Studierenden vermieden. „Alle Prüfungen, die dieses Semester aus Angst nicht geschrieben werden, kommen in der Zukunft zum normalen Aufwand dazu“, führt Kneita weiter aus. „Wir hoffen, dieser Schritt macht unseren Kommiliton_innen Mut, auch im Corona-Semester ihr Studium trotz aller Widrigkeiten weiter voran zu bringen.“

Für Rückfragen steht Ihnen Margreet Kneita unter hopo@stura.tu-chemnitz.de gerne zur Verfügung.

Volltext der Pressemitteilung als PDF