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Artikel vom 22. Dezember 2011

Kategorien: Referat Verkehr, Startseite

Chemnitzer Modell Stufe 2

Wenn Du regelmäßig mit dem Bus zur Uni fährst, hast Du es bestimmt auch schon erlebt, dass dieser total überfüllt ist, wenn Du einsteigen willst. Trotz dass die Busse inzwischen oft schon alle fünf Minuten fahren, reichen deren Kapazitäten häufig nicht aus. Abhilfe soll hier das "Chemnitzer Modell Stufe 2" schaffen. Am 18. Mai 2011 wurde in einer Bürgerversammlung, die in der Mensa der TU Chemnitz statt fand, die Vorplanung der sogenannten 2. Stufe des Chemnitzer Modells vorgestellt. Diese umfasst den Ausbau der Straßenbahn vom Südbahnhof Chemnitz bis nach Thalheim. Kernstück ist dabei der Neubau einer zweigleisigen Strecke vorbei am Campus der TU Chemnitz: Geplant ist, diese von der Bernsdorfer Straße über die Turnstraße in die Reichenhainer Straße zu führen und am Südring mit den Bahngleisen zu verbinden. Am neuen Hörsaalgebäude soll eine zusätzliche Haltestelle entstehen und somit endlich das Problem der überfüllten Busse lösen, da eine Straßenbahn mehr Platz bietet. Das Ingenieurbüro pmp INFRA GmbH aus Halle stellt mehrere Varianten zur Umsetzung dieses Vorhabens vor. (Die Präsentation findest Du unter dem unten angegebenen Link) Von vielen Seiten ertönte Kritik gegen dieses Modell: Viele befürchten, dass nach Abholzung der Bäume in der Mitte der Reichenhainer Straße alles nur noch trist und grau wirkt und anstatt grünen Patanen grauer Aspalt dominiert. Ja - für die Umsetzung der Bauarbeiten müssen zunächst Bäume gefällt werden. Allerdings soll nach Abschluss der Baumaßnahmen in Fahrbahnmitte wieder ein breiter Grünstreifen entstehen. Jeder der von der Stadt als möglich präsentierten Varianten für die Reichenhainer Straße sieht vor, wieder Bäume in Fahrbahnmitte zu pflanzen. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass unser Campus wieder in grün erstrahlt, sondern auch keine höheren Luft- und Körperschallimmissionen auftreten. Außerdem bleibt zu hoffen, dass die verbesserte Verkehrsanbindung auch dazu führt, dass Studenten, die bisher jeden Tag mit ihrem Auto zur Uni fahren, ihr Fahrzeug in der Garage stehen lassen und somit die Umwelt schonen. Gestaltung der Haltestelle Hörsaalzentrum: Hier soll vor allem die zentrale Lage des Campus angemessen berücksichtigt werden. Eine mögliche Verlängerung der Strecke bis zum Friedhof und Sportzentrum ziehen die Planer in Betracht. Auch die Regionalbusse sollen von der Straßenbahn aus gut zu erreichen sein. Weiteres Vorgehen zur Umsetzung der Stufe 2: Noch in diesem Jahr soll die konkrete Festlegung auf eine Variante erfolgen, das detaillierte Planungsverfahren soll bis 2013 abgeschlossen werden. Danach kann die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen beginnen. Daher können wir noch nicht sagen, wann die Bauarbeiten zu diesen Projekt beginnen werden, werden Dich aber über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Beate Pohlers