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Artikel vom 02. April 2011

Kategorien: Referat Hochschulpolitik, Startseite

Chemnitz - Junge Menschen unerwünscht / Stadtrat streicht Rückerstattung des Semesterbeitrages

Der Chemnitzer Stadtrat hat auf seiner Sitzung am 26.01.2011 beschlossen, die Rückerstattung des Semesterbeitrages für Studierende der TU Chemnitz in Höhe von 31€ zu streichen und dafür ein einmaliges Begrüßungsgeld in Höhe von 100€ zu zahlen. Anni Fischer, Referentin für Hochschulpolitik im Studentenrat der TU Chemnitz äußert dazu: "Chemnitz begeht 2011 das Jahr der Wissenschaft und möchte auch anlässlich des 175-Jährigen Jubiläums der Technischen Universität Chemnitz eine stärkere Verbindung zwischen beiden aufbauen. In diesem Zusammenhang erscheint es als blanker Hohn, dass die Stadt 145.000€ im Jahr an den Studierenden sparen will." Diese Entscheidung reiht sich in die Kürzungsorgie ein, die bereits vom Land begonnen wurde. Sachsen streicht 2011 und 2012 Hochschulen und Studierendenwerken Zuschüsse im zweistelligen Millionenbetrag. "Anscheinend hält es Chemnitz für sinnvoller Geld zu verbetonieren und die 10.000 Studierenden als Versuchskaninchen für die Belebung der Innenstadt zu missbrauchen, als sie wirklich zu unterstützen und hier zu halten. Die TU Chemnitz erlebt dadurch einen herben Imageverlust. In diesem Sinne können wir nur allen Studierenden raten, ihren Hauptwohnsitz in Chemnitz abzumelden." erklärt Fischer abschließend. Einige Gemeinden in Sachsen, wie z.B. die Stadt Oelsnitz/Erz. erstatten den Studierenden weiterhin die Semesterbeiträge oder sogar höhere Summen als die tatsächlich anfallenden Kosten.

Anni Fischer