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Artikel vom 02. April 2011

Kategorien: Referat Hochschulpolitik, Startseite

Mathematikausbildung in Chemnitz vor dem Aus

Mathematikausbildung in Chemnitz vor dem Aus -- Kompromissloses und diktatorisches Rektorat will Senat Mogelpackung verkaufen -- Studenten fordern den Rücktritt des Rektorats Mit Erschrecken musste die Studentenschaft am Dienstag, den 13.07.2010 feststellen, dass das geschäftsführende Rektorat, welches schon lang über seine reguläre Amtszeit hinaus ist, nach wie vor nur seine Linie verfolgt und nicht mehr im Interesse der Studenten oder der Universität handelt. Die Fakultät für Mathematik versucht bereits seit über einem Jahr, ihre Diplomstudiengänge gemäß dem Hochschulgesetz und dem Bolognaprozess zu modularisieren und hat die Unterlagen dafür bereits im Frühjahr 2009 in die entsprechenden Gremien eingebracht, wobei die Kommission für Lehre und Studium diese auch schon zustimmend behandelt hat. Leider hat das Rektorat im Anschluß die Dokumente nicht weiter in den Senat zu Behandlung gegeben und gleichzeitig selbst die Modularisierung abgelehnt. Nach mehrmaligem Vertagen sollte auf der Senatssitzung am 13.07.2010 nun eine Kompromisslösung für die Studiengänge der Fakultät für Mathematik gefunden werden. "Aber auch hier versuchte das Rektorat dem Senat eine Mogelpackung zu verkaufen", so Christian Jantz, Fachschaftsrat Mathematik. Das Rektorat äußerte nach mehr als zweistündiger Diskussion, dass man "die zur Diskussion stehenden Studiengänge nicht abschaffen werde". Auf die Nachfrage, nach welchen Studiendokumenten die Studierenden im kommenden Wintersemester immatrikuliert würden, antwortete der Rektor der TU, Prof. Klaus-Jürgen Matthes, dass man trotz gültiger Ordnungen nicht immatrikulieren dürfte. Auf die Frage ob "das Rektorat billigend in Kauf nehme, dass sich zum Wintersemester 2010/11 keine Studenten mehr in die Studiengänge Wirtschafts- und Technomathematik immatrikulieren können", antwortete der Rektor, dass man sich das "wohl überlegt habe". "Eine solche Einstellung ist aus studentischer Sicht nicht nachvollziehbar und absolut schädigend für die TU Chemnitz", so Sascha Tripke, Senat. Holger Langenau, Fachschaftsvertreter Mathematik begründet dies: "Ein Wegfall der Studierenden könnte nicht nur das Aus für eine relativ kleine Fakultät wie die Mathematik bedeuten, sondern indirekt auch die Ausbildung in einem Großteil der Fakultäten der Technischen Universität Chemnitz gefährden. Fast alle Studiengänge enthalten Mathematik, und die Lehre dort ist ohne den wissenschaftlichen Nachwuchs aus diesem Bereich nicht mehr durchführbar." Sowohl der Fachschaftsrat für Mathematik, als auch der Studentenrat verurteilen das kompromisslose Vorgehen des Rektorates und fordern dieses daher zum Rücktritt auf, weil aus deren Sicht ein solches Verhalten absoltut schädlich für die Technische Universität Chemnitz ist. Für Rückfragen stehen ihnen Christian Jantz (Fachschaftsrat Mathematik und Studentenrat), Holger Langenau (Vertreter der Fachschaft Mathematik) und Sascha Tripke (studentisches Mitglied im Senat und Studentenrat) gern zur Verfügung. Pressemitteilung des StudentenRates und des Fachschaftsrates MathematikLinks zum Thema

  1. FSR Mathematik

Sascha Tripke