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Artikel vom 02. April 2011

Kategorien: Referat Lehre und Studium, Startseite

KSS ruft zu Massendemonstration gegen Kürzungen auf

Tausende Menschen werden sich am 16.06. in Dresden einfinden um gegen die geplanten Kürzungen im Hochschul-, Schulwesen- und Sozialbereich zu demonstrieren. Insgesamt drei Demonstrationszüge werden ab 14.00 Uhr in der Innenstadt Dresdens zeigen, dass die geplanten Kürzungen in Höhe von 1,7 Mrd. Euro nicht nur eine kleine Randgruppe treffen, sondern direkt oder indirekt das Leben eines jeden Bürgers Sachsens auf empfindliche Weise berühren. Die Situation an den Hochschulen ist bereits heute dramatisch: bereits in diesem Jahr wurden 2.4 Millionen Lehrmittel einbehalten, was zur massiven Streichung an Tutorien gesorgt hat. Bauliche Maßnahmen wurden auf unbekannte Zeitpunkte verschoben. Wenn in den kommenden Jahren tatsächlich 1.7 Mrd. eingespart werden sollen, wird es auch die Hochschulen sehr viel stärker treffen. Da hat man dann nur noch zwei Möglichkeiten: Radikale Einschränkung der Fächervielfalt oder Schließung von ganzen Standorten. Aber Hochschule und Studium ist nicht alles: „Wenn an den Schulen bereits heute derart gespart wird, dass das Geld für Schulbücher und Reinigung der Schulgebäude fehlt, dann werden uns die kommenden Kürzungen – da viele von uns Kinder in der eignen Familienplanung haben – sehr bald sehr heftig treffen. Wenn wir nicht genügend Lehrer ausbilden - was wir angesichts fehlender, tausender Grund- und Mittelschullehrer in den kommenden Jahren gerade nicht tun - wird uns und unsere Kinder das sehr schnell auf einer sehr persönlichen Ebene treffen. Wenn wir im Jugend und Sozialbereich derart sparen, dass Jugendclubs, Mädchen- und Frauenhilfevereine, Kinderhäuser, Theaterclubs, Schwimmvereine, etc. schließen müssen – dann wird uns das empfindlich weh tun“ so Michael Moschke, Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierenden. „ Es muss klar werden: es sind keine kleinen vereinzelten Gruppen die durch diese Kürzungen bluten müssen, es ist die Mehrheit der Gesellschaft, der in unbilliger Weise zugemutet wird, die finanzpolitischen Fehler der vergangenen Jahre zu bezahlen. Wenn wir hier alles praktisch zu Tode kürzen, werden die Kosten, das vernichtete in fünf Jahren – wenn klar wird, wie dringend wir all das brauchen – wieder aufzubauen das doppelte und dreifache betragen. Das zu verdeutlichen ist das Anliegen der Demonstration. Und diese Demonstration ist nur der Anfang. Ein zweites Bündnis in dem die KSS ebenfalls aktiv ist – „Zukunft und Zusammenhalt“ – wird gleich im Anschluss an die Demonstration den Druck auf, aber auch die Aufklärung von Abgeordneten und der Öffentlichkeit weiterführen. Uns stehen ein paar sehr spannende Monate ins Haus.“ ergänzt Thomas Oertel, Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften. Pressemitteilung KSS, Hochschulpolitik, Soziales Hinweis Sonderzug 11:45 ab Chemnitz HBF

Links zum Thema

  1. http://www.mehrwertsachsen.de

Kristian Onischka