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Artikel vom 02. April 2011

Kategorien: Referat Lehre und Studium, Startseite

Neue Bologna Konferenz, altes Leiden !!!

Am kommenden Montag, den 17.05.10, findet in Berlin die nationale Bologna Konferenz statt. Ziel dieser Konferenz soll eine Vereinbarung über die nächsten Schritte in der Bologna Reform und die Vorstellung der „3. Hochschulpakt Säule“ zur Stärkung der Qualität der Lehre von Frau Schavan sein. Weiter soll lt. Programm in der Veranstaltung auch ein Fazit über die letzten Monate der Bologna Reform gezogen werden. Jedoch zeigt sich hier abermals dass die bildungspolitische Realität in Deutschland offenbar noch immer nicht bei allen Akteuren angekommen ist. Im Programm und in der Ankündigung im Vorfeld zur Veranstaltung vermisst man die tatsächlichen Entscheidungsträger aus den Ländern. In Deutschland wo Bildung nach einer äußerst umstrittenen Förderalismusreform ausschließlich Ländersache ist, sollten doch gerade diese bei so einem wichtigen Thema mit dabei sein. Jedoch findet sich bei den eingeladenen Hochschulvertretern zu dieser Veranstaltung keine Spur von studentischen Landesvertretungen. Wie schon beim letzten Bologna Treffen wird bedauerlicherweise auch hier wieder nur Klischee‐ Politik betrieben. „Anscheinend wurden wieder einmal nur Personen eingeladen die zwar im aktuellen Tagesgeschäft Bildung überhaupt nicht involviert sind dafür aber auch wohl kaum Kritisches bei so einer Konferenz ansprechen werden und können.“, so Thomas Oertel, Sprecher der KSS. Auf die Nachfrage beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), wieso keine Landesvertretungen der Studierendenschaften aus Deutschland zu so einer wichtigen Konferenz eingeladen werden, wurde nicht geantwortet. Es wurde lediglich zusammenhangslos auf eine Übertragung der Konferenz im Fernsehen verwiesen und dass sich diese alle Interessierten am Thema Bologna anschauen können. Wirkliche Teilhabe und wirkliches Interesse an konstruktiven und zielführenden Dialogen sieht anders aus „Hier zeigt sich leider einmal mehr, dass gar kein Interesse an einem Dialog zwischen legitimierten Studierenden ‐ die Bologna tagtäglich erleben müssen ‐ und der Bundesregierung gesucht wird. Stattdessen werden lieber Partei nahe Hochschulgruppen eingeladen.“, kommentiert Oertel abschließend. Pressemitteilung 09/ 2010 Leipzig, 12.05.2010

Links zum Thema

  1. http://www.kssnet.de

Kristian Onischka