Studentische Prüfungsberatung

Kontakt: pruefungsberatung@stura.tu-chemnitz.de

Beratungsperson: Mike Niederstraßer

Schön, dass Du uns gefunden hast. Auch wenn wir natürlich hoffen, dass alle Deine Prüfungen erfolgreich sind und Du nur aus reinem Interesse an den Angeboten des StuRa hier vorbeikommst, so möchten wir Dir doch zur Beratungsstelle ein paar Informationen geben, falls nicht alles wie erwartet geschieht oder bereits geschehen ist. (Stand: November 2020)

Wer kann sich an uns wenden?

Die Beratungstätigkeit ist aus Rechtsgründen auf die Mitglieder der Studierendenschaft der TU Chemnitz beschränkt. Wenn Du demnächst Studi hier sein wirst oder bis vor kurzem warst, melde Dich trotzdem und wir sehen dann individuell, ob und wie wir Dir helfen können.

Für Prüfer_innen, auch wenn sie gerade selbst noch Studierende waren und jetzt vielleicht promo-vieren oder gar nur als Hilfskraft angestellt sind (was es natürlich überhaupt nicht gibt), dürfen wir nicht tätig sein. Hier wären andere Wege zu finden.

Was ist die Aufgabe der Beratungsstelle?
  • Grundsätzlich so früh wie möglich…
  • und auch wenn es nur eine potentielle Frage ist, oder Du noch nicht so ganz genau weißt, ob es eine Frage wird
  • Wenn das Problem aber schon eilt und Fristen ablaufen, solltest Du aber auch daran denken, schon mal selbst mittels eines formlosen Briefs Widerspruch einzulegen – schon um die Fristen zu wahren. Eine Begründung ist (zunächst) nicht erforderlich und kann nachgereicht werden. Schreibe möglichst schnell an die Beratung und gib uns im Betreff einen Hinweis auf die Dringlichkeit oder laufende Frist.
Mit welchen Fragen kannst Du Dich uns wenden?
  • Du hast bei einer Prüfung das Gefühl, dass etwas nicht regelkonform oder einfach nur „seltsam“ war
  • Du bist gar nicht erst zugelassen worden oder hast Fristen verpasst
  • Seit Monaten hörst Du nichts von Deiner Hausarbeit, über Deine Abschlussarbeit oder von Deinem Antrag und langsam wird es dringend
  • Es herrscht einfach nur noch Onlinechaos und Du siehst einfach nicht, wie Du dann noch zu einem Abschluss kommen kannst
  • Dir wird eine schriftliche Begründung der Prüfungsbewertung oder eine Einsicht in die Unterlagen per Kopie verweigert
  • Du hast einen Bescheid bekommen, das darin Geschriebene sollte aber so nicht bestehen bleiben, ist irgendwie falsch oder völlig verquer
  • Es geht um den Vorwurf des Plagiats, unzureichender Vorleistungen, nicht eingehaltene Fristen, nicht anerkannten Rücktritts oder einen abgelehnten Nachteilsausgleich – vielleicht sogar verbunden mit Folgen beim BAföG oder ganz grundsätzlich beim Studium
  • Nach einer Gremienentscheidung oder nachdem „der Prof“ es sich nochmal überlegt hat, wird plötzlich etwas ganz anderes als zuvor verlangt
  • Du siehst Dich persönlich benachteiligt, diskriminiert oder es wurde unangemessen mit Dir umgegangen
Und wann solltest du dich nicht bei uns melden?

Fragen zu einem guten Studienablauf oder der Studienorganisation beantworten Dir am besten Dein Fachschaftsrat oder die Studienfachberatung Deines Studiengangs. Schau auch mal auf den Seiten der anderen Beratungsangebote des StuRa und des StuWe vorbei, vielleicht gibt es dort noch was noch besser Zutreffendes. Im Zweifel aber schreib uns, wir vermitteln Dich gern weiter.

Was können wir dann anbieten?

Unsere Beratung findet gemeinsam mit Dir raus, wo die Probleme liegen können, ermittelt Lö-sungsansätze und Strategien des Umgangs, bietet Hilfe zur Selbsthilfe. Dabei arbeitet sie auch mit anderen Beratungsstellen (z.B. des Studierendenwerks) zusammen, denn selten kommt ein Problem allein.

Wir beraten Dich zu Deinen Rechten und Handlungsmöglichkeiten im Prüfungsverfahren, bei der Bewertung von Prüfungsleistungen, Zulassung zu und Rücktritt von Prüfungen, Prüfungswieder-holung und Prüfungsentscheidungen sowie bei Anerkennungs- und Anrechnungsverfahren, beim Nachteilsausgleich und allen Fragen rund um Prüfungen bis hin zum Widerspruchsverfahren, bei der Anfechtung von Entscheidungen und Bewertungen und noch so einigem mehr. Auch wenn es darum geht, speziell diese Schreiben auf deutsch zu verfassen unterstützen wir Dich.

Wo liegen die Grenzen dieser Beratungsstelle?

Aus rechtlichen Gründen ist keine weitergehende Unterstützung in gerichtlichen Verfahren mög-lich und auch eine direkte Intervention bei Prüfungsausschüssen scheidet aus. Bevor es dazu kommt, solltest Du aber schon mal bei der Beratung vorbeigeschaut haben.

Die von der Prüfungsberatung angebotenen Informationen und Hilfestellungen sind vor allem grundsätzlicher Natur und darin Erörterungen der Student_innen berührenden Rechtsfragen insbe-sondere in Angelegenheiten hochschulrechtlicher Natur. Es dürfen daher nur außergerichtliche Dienstleistungen oder Tätigkeiten als Beistand (z.B. bei Anhörungen oder Terminen) erbracht werden. Uns steht kein Zeugnisverweigerungsrecht zu und es gibt kein Beschlagnahmeverbot für uns überlassene Akten oder sonstige Informationen. Zudem bestehen Haftungseinschränkungen und wir verfügen nicht über eine Anwaltshaftpflichtversicherung.

Könnt ihr mir auch als interessiertes Gremienmitglied helfen?

Auch hinsichtlich der Zweckmäßigkeit oder der Veränderung von Prüfungs- und Studienordnun-gen kann die Prüfungsberatung Fragen beantworten, wobei sie nicht die Arbeit der Fachschaftsräte in diesem Bereich ersetzt, sondern darüber hinaus gehende Anfragen beantwortet und mit dem StuRa verbunden ist, um auch hochschulpolitisches Handeln wie z.B. für Ordnungsänderungen anregen zu können. Auch können einzelne thematische Veranstaltungen organisiert werden.

Neben der Einzelfallberatung für Studierende können sich auch studentische Gremien oder Mitglieder an die Beratung wenden, wenn Sitzungen vorbereitet oder überindividuelle Problemlagen oder Veränderungen besprochen werden sollen.

Ich bin studentisches Prüfungsausschussmitglied und hätte da mal eine Frage…
  • Klar, eigentlich müsste die Uni für Deine Schulung sorgen und Dich unterstützen, Dei-ner Rolle als einzige_r Student_in im Ausschuss gerecht zu werden. Müsste. Wenn es also darum geht, wie grundsätzlich Fragen anzugehen wären, oder was sich so in letzter Zeit an neuen Anforderungen oder Urteilen ergeben hat oder Du den Eindruck hast, von allen Infos im Ausschuss abgeschnitten zu sein, weil der Vorsitzende über Euch hinweg entscheidet, dann melde Dich einfach mal, oder
  • komm' zum Wochenendseminar Einstieg in Prüfungsrecht für studentischen Gremien-mitglieder. Solche Seminare bieten wir ein bis zwei Mal jedes Jahr an. Das nächste ist leider aufgrund der Kontaktbeschränkungen vorerst unbefristet aufgeschoben.
Was kostet mich das?

Die Arbeit der Prüfungsberatung wird über den Semesterbeitrag von allen Student_innen, die Mitglied der Studierendenschaft sind, solidarisch finanziert und kostet Dich nichts zusätzlich.

Wie erreichst Du uns?

Bitte gib dann zunächst per E-Mail an pruefungsberatung@stura.tu-chemnitz.de Bescheid, so dass die Frage vielleicht schon elektronisch beantwortet oder aber ein Beratungsgespräch vereinbart werden kann. Das Angebot der Prüfungsberatung wurde zuletzt deutlich ausgeweitet und ist ab sofort jeden Montag und Donnerstag von 11 bis 17 Uhr Uhr für Eure Fragen verfügbar.

Aktuell ist die Beratung nur per E-Mail (auch verschlüsselt möglich, siehe Extraeintrag) oder per Telefon 0371 / 531 16002 möglich. In Einzelfällen können aber auch persönliche Gespräche gesondert vereinbart werden, zu denen ihr dann am Eingang zum Thüringer Weg 11 abgeholt werdet. Dabei müsst ihr allerdings eine Mund-Nase-Bedeckung nach den allseits bekannten Regeln tragen.

Direkt zum StuRa kommen soll ich nicht und Informationen per Telefon und simple E-Mail sind mir zu wenig vertraulich, was gibt’s für Alternativen?

Zum Schutz Deiner personenbezogenen Daten und der Vertraulichkeit der E-Mails solltest Du niemals unverschlüsselte Nachrichten senden. Öffentliche Einrichtungen sind aufgefordert, nicht ohne Zustimmung der Kommunikationspartner_innen personenbezogene Daten per unverschlüs-selter E-Mail zu versenden. Da ihr und wir zumeist keinen Zugriff auf unsere jeweiligen Provider haben und deswegen keine (vollständige) Transportverschlüsselung sicherstellen können, wäre eine Verschlüsselung auf der Inhaltsebene empfehlenswert, wie sie das PGP-Verfahren bietet. Gute Infos zum Thema findest Du unter anderem bei Riseup

Habt ihr einen PGP-Schlüssel und wie bekomme ich ihn?
  • Um uns abgesichert Informationen zukommen zu lassen, kannst Du unseren PGP-Schlüssel (https://www.stura.tu-chemnitz.de/storage/app/media/beratungen/pruefungsberatung/pgp-pruefungsberatung.asc) verwenden. Bitte achte auch darauf, dass Du nicht nur die Nachricht sondern auch etwaige Anhänge verschlüsselst und uns auch Deinen (öffentli-chen) Schlüssel sendest oder auf einem Keyserver hinterlegst, damit wir auf gleichem Wege antworten können.
  • Bitte vergleiche nach dem Import unseres Schlüssel den Fingerprint: A7A2 4A93 D2B2 C678 9221 C7CA B1EC D9DC BE88 D0BD und aktualisiere vor Verwendung nach einer längeren Unterbrechung Deine Schlüsselliste, so dass Du von einem eventuellen Widerruf (Revocation) erfährst oder einen neuen Schlüssel erhältst.
  • Beachte bitte auch, dass standardmäßig die header-Zeilen nicht verschlüsselt werden und die Funktionen "autocrypt" (opportunistischen Sicherheitskonzept) und Pretty Easy privacy (p≡p oder pEp; wegen verringerter Kontrolle über Schlüssel) je nach Einsatz-szenario ein Sicherheitsrisiko darstellen können.
Auf welcher Rechtsgrundlage arbeitet die Beratungsstelle?

Wir werden im Rahmen studentischer Interessenvertretung und nach §7 Abs. 1 Nr. 1 und oder in Verbindung mit §8 Abs. 1 Nr. 2 Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) und ggf. als Beistand im Sinne des §14 Abs. 4 VwVfG tätig und bieten vor allem Hilfe zur Durchsetzung studentischer Rechte insbesondere innerhalb von Prüfungsrechtsverhältnissen und deren Begründung. Die Beratungsstelle ist Teil des Studierendenrats als Organ der Studierendenschaft nach §24 SächsHSFG zur Erfüllung der hochschulinternen, hochschulpolitischen und sozialen Belange der Student_innen.

Und wie geht’s nach der Beratung weiter, falls die Bandagen härter werden?

Für eine noch notwendige (weitere) Rechtsberatung oder (außer-)gerichtliche Vertretung wende Dich bitte entsprechend an eine derart fachkundige Stelle. Da die Kosten eines etwaigen Rechtsstreits erheblich sein können und häufig anwaltliche Hilfe zumindest von Vorteil ist, sollte rechtzeitig über eine Rechtsschutzversicherung nachgedacht werden. Gewerkschaften (wie die GEW oder auch ver.di) bieten auch für ausbildungsrechtliche und bestimmte sozialrechtliche Streitfälle ihrer Mitglieder einen Rechtsschutz als Teil der Mitgliedschaftsrechte an.